Rund 150 begeisterte Menschen nahmen am Samstag, den 22. August an der historischen Wanderung teil und folgten den Spuren der früheren Glasträger von Hojná Voda nach Hirschenwies.
Dabei erfuhren die Wanderer aus Österreich und Südböhmen bei perfektem Wanderwetter an 6 Stationen in Kurzvorträgen und gespielten Szenen vieles über die jahrhundertealte Glasgeschichte unserer Region. Beim abschließenden Fest am Zielort konnte man noch live beim Glasblasen zusehen.
Die Organisatoren des EU geförderten Kleinprojektes, der Tourismusverband Moorbad Harbach und der Partner Horní Stropnice, unterstützt von der Gemeinde Moorbad Harbach freuten sich über den enormen Zuspruch an dieser überaus gelungenen Veranstaltung.
Bei perfektem Wanderwetter brachte ein bis auf den letzten Platz besetzter Doppeldeckerbus von Waldviertel Reisen die Teilnehmer zum Start nach Hojná Voda. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister František Vaněček und Bürgermeisterin Margit Göll begab sich die Wandergruppe durch malerische Landschaft in Richtung österreichischer Grenze.

In Lukov/Luggau erzählte der Historiker Jiri Österreicher in seiner originellen und kompetenten Art über die Anfänge der Glasproduktion im Grenzraum vor 500 Jahren.

Direkt an der Grenze erwartete die Teilnehmer eine weitere Überraschung. Historiker und Publizist Martin Prinz erzählte als originalgekleideter Hofschauspieler Friedrich Reil, der vor 200 Jahren das Waldviertel durchwandert und dabei die Arbeit in den Glashütten beschrieben hatte. Markus Müller und Sohn Noah stellten die erschöpften Glasarbeiter dar.
Auf der Hubertushütte traf die Wandergruppe auf ein Pärchen, das Glas zu den Schleifern ins Waldviertel brachte, bezaubernd verkörpert von Regina Kepplinger und Richard Hubers.

Am Waldrand – nach 8km Fußmarsch das Ziel schon vor Augen – lauschte die große Teilnehmergruppe mit großem Interesse den Ausführungen von Erwin Weber, Glasveredler in 8. Generation, über die regionale Glasgeschichte.

Einer der Höhepunkte war die Vorführung der Glasbläserin Verena Schatz von Glassmaker space, die aus dem heißen Ofen flüssigen Stein zu bunten Gläsern und Krügen formte.

Zum Abschluss bedankte sich Margit Göll bei den Darstellern, Hermina Mocová als Kontaktperson zur Nachbargemeinde, dem Tourismusverein als Projektträger, Thomas Samhaber als inhaltlichem Projektbegleiter und dem Organisationsteam um Sandra Köninger-Pfeiffer: die mühevolle Vorbereitung wurde von einem begeisterten Publikum belohnt.
Eine Exkursion zu Südböhmischen und Waldviertler Glasmuseen sowie der Lehrausflug einer Schulklasse aus Tschechien mit Schwerpunkt Glasgeschichte werden im Herbst das Projekt abschließen.