Kleinregion Lainsitztal beschließt Strategie 2026–2030

Veröffentlichungsdatum22.05.2026Lesedauer2 Minuten

In der Generalversammlung der Kleinregion Lainsitztal wurde kürzlich die neue kleinregionale Strategie für den Zeitraum 2026 bis 2030 beschlossen. Damit setzen die sechs Gemeinden Bad Großpertholz, Großschönau, Moorbad Harbach, St. Martin, Unserfrau-Altweitra und Weitra ihren gemeinsamen Weg der regionalen Zusammenarbeit konsequent fort. Bereits seit dem Jahr 2004 arbeiten die Gemeinden auf kleinregionaler Ebene eng zusammen und entwickeln gemeinsame Projekte und Initiativen für die Region.

Im Rahmen der kleinregionalen Strategie können insgesamt vier Themenfelder definiert werden. Das Themenfeld „Kleinregionale Identität und Bewusstseinsbildung“ ist dabei seitens des Landes Niederösterreich verpflichtend vorgegeben. Ergänzend dazu legten die Gemeinden für die kommende Strategieperiode die Schwerpunkte „Natur und Umwelt“, „Gesundheit und Soziales“ sowie neu „Bürgerservice und Verwaltung“ fest.

Der bisherige Schwerpunkt „Arbeitsmarkt und Wirtschaft“ wurde hingegen aus der Strategie herausgenommen, da in diesem Bereich bereits wesentliche Meilensteine erfolgreich umgesetzt werden konnten. Dazu zählen unter anderem das interkommunale Betriebsgebiet sowie der flächendeckende Ausbau des Breitbandinternets in der Region.

Mit dem neuen Schwerpunkt „Bürgerservice und Verwaltung“ reagieren die Gemeinden auf die steigenden finanziellen Herausforderungen im kommunalen Bereich. Im Fokus stehen dabei eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Ressourcennutzung.

In den einzelnen Themenfeldern sind zahlreiche Projekte und Initiativen geplant:

Im Bereich „Natur und Umwelt“ stehen die Weiterführung der Klima- und Energiemodellregion Lainsitztal, der KLAR!- und KEM-Aktivitäten sowie Maßnahmen zur Wissensvermittlung rund um Umwelt- und Klimathemen im Mittelpunkt.

Unter dem Schwerpunkt „Kleinregionale Identität“ sollen die gemeinsame Berichterstattung über kleinregionale Aktivitäten ausgebaut und identitätsstiftende Veranstaltungen wie der Adventmarkt Weitra, die BIOEM oder der Bierkirtag weitergeführt und gestärkt werden.

Im Themenfeld „Gesundheit und Soziales“ planen die Gemeinden verstärkte Aktivitäten zum Thema mentale Gesundheit, die Weiterentwicklung von Community Nursing-Angeboten sowie eine gemeinsame Informationssammlung über das Gesundheits- und Sozialangebot in der gesamten Kleinregion.

Der neue Schwerpunkt „Bürgerservice und Verwaltung“ umfasst unter anderem eine engere Zusammenarbeit von Schulen und Kindergärten, gemeinsame Anschaffungen und die gemeinsame Nutzung von Geräten, Fahrzeugen und Bauhofstrukturen, die stärkere Vernetzung von Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeitern – etwa in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit oder Bauhof – sowie die Prüfung von Spezialisierungen einzelner Gemeinden in bestimmten Verwaltungsbereichen. Darüber hinaus sollen Personalkooperationen und eine Digitalisierungsoffensive in den Gemeindeämtern vorangetrieben werden.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der sechs Gemeinden treffen sich regelmäßig, um regionale Themen zu behandeln und Erfahrungen auszutauschen. Der Sprecher der Kleinregion, Patrick Layr, betont:
 „Die sechs Gemeinden haben eine langjährige Tradition in der Zusammenarbeit und viele gemeinsame Schwerpunkte innerhalb der Kleinregion. Diese intensive Kooperation bringt zahlreiche Vorteile mit sich und ermöglicht die erfolgreiche Umsetzung gemeinsamer Initiativen.“

Begleitet und moderiert wurden sowohl der Strategieprozess als auch die laufenden Abstimmungsprozesse von Regionalberater Philip Braunstein.

Eine Gruppe von Menschen, die für ein Foto posiert